Ostern bei regionalen Erzeugerfamilien
Fisch an Karfreitag, Lamm am Ostersonntag und ein Hefezopf zum Kaffee: In vielen Familien gibt es zu Ostern besondere Gerichte. Doch was kommt eigentlich bei denjenigen auf den Tisch, die Lebensmittel bei uns im Südwesten erzeugen? Wir haben nachgefragt.
Erwachende Natur und alte Bräuche
Ostern markiert nicht nur ein religiöses Fest, sondern auch den Beginn des Frühlings. In vielen Regionen im Südwesten, vor allem in ländlichen Gegenden, werden zu dieser Zeit auch alte Bräuche und Traditionen gelebt und gepflegt. Das Schmücken von Osterbrunnen kommt ursprünglich aus der Fränkischen Schweiz, ist heute aber auch bei uns im Südwesten weit verbreitet. Die mit Moos, grünen Zweigen und bunten Eiern hübsch in Szene gesetzten Brunnen symbolisieren Fruchtbarkeit, das Erwachen der Natur im Frühling und können auch als Dank für das Leben spendende Wasser verstanden werden. Wenn die Tage im Frühling wieder länger werden und die Temperaturen steigen, gibt es für unsere Landwirtinnen und Landwirte einiges zu tun. Zeit, Ostern zu feiern, bleibt trotzdem, wie drei Erzeugerfamilien uns verraten haben …

Osterfrühstück mit bunten Eiern

„Ostern feiern wir mit der ganzen Familie zu Hause – das ist für uns als Geflügelhalter mit Rund-um-die-Uhr-Verantwortung einfach praktischer. Stallarbeit fällt täglich an – egal ob Mittwoch oder Karfreitag“, verrät Konrad Halder, Mitbegründer der „Initiative Huhn & Hahn“.
Am Ostersonntag genießt die Familie ein ausgedehntes Frühstück: „Nicht fehlen dürfen da unsere Bioland-Eier – manche selbst gefärbt oder von der Färberei.“

Osternest-Suche für Klein und Groß
Die traditionelle Osternest-Suche ist dann vor allem für die jüngeren Familienmitglieder ein Highlight. „Aber auch die Erwachsenen haben beim Anblick eines schönen Nests mit Osterlamm, Osterhase, bunten Bioland-Eiern und Süßigkeiten ein Leuchten in den Augen“, schmunzelt Konrad Halder. Den Ostermontag nutzt die Familie dann zum Entspannen, bevor am Dienstag auch wieder die Vermarktung der Eier ansteht, die über die Feiertage ruht.
Die Initiative „Huhn & Hahn“ steht für mehr Tierwohl in der Legehennenhaltung: Hier werden auch die männlichen Küken aufgezogen. Alle Bio- und Freiland-Eier unserer Regionalmarke „Unsere Heimat – echt & gut“ stammen von Betrieben, die Teil von „Huhn & Hahn“ sind.
Karottensalat und Grillvergnügen zu Ostern

„Ostern feiern wir immer mit der ganzen Familie bei uns“, erzählt Petra Großhans, Gemüsebau Großhans. „Traditionell verstecken wir am Ostersonntag Ostereier und kleine Geschenke im Garten, die dann von den jüngeren Kindern mit Eifer gesucht werden.“
Für die Festtage wird bei Familie Großhans vieles liebevoll vorbereitet: „Wir färben unsere Ostereier selbst und meist backen wir auch ein Osterlamm.“

Alles selbst gemacht
Besonders beliebt ist bei der Familie ein ganz bestimmtes Ritual: „Wir läuten an Ostern traditionell den Beginn der Grillsaison ein – mit einem großen Grill- und Salatbüfett.“ Was dabei nie fehlen darf? Ein Karottensalat natürlich! In diesen kommen neben den selbst angebauten Möhren noch Frühlingszwiebeln, Salz, Essig, Öl, Sahne und etwas frisch gepresster Orangensaft. „Den Karottensalat bereiten wir immer am Vortag zu, damit er einige Stunden ziehen kann“, verrät Petra Großhans.
Über 1.500 Erzeugerbetriebe aus dem Südwesten beliefern die Regionalmarke „Unsere Heimat – echt & gut“ von EDEKA Südwest. Zu ihnen gehört auch Familie Großhans aus Reilingen, die unter anderem Möhren anbaut und bei unserem Projekt zur Reduzierung und Kompensation von CO₂-Emissionen mitmacht.
Forelle und Lammkeule für die Ostertage

„An Ostern wird bei uns ganz traditionell gegessen“, erzählt Schäfer Reinhard Bischler. Seine Frau Cornelia ergänzt: „An Karfreitag gibt es geräuchertes Forellenfilet. Ein Kollege meines Mannes aus Gengenbach hat eine eigene Forellenzucht.“
Der kulinarische Höhepunkt des Osterfests ist natürlich der Sonntag: „Da kommt bei uns eine saftige Lammschulter auf den Tisch“, sagt Cornelia Bischler. „Dazu gibt es grüne Bohnen mit Speck umwickelt und Kartoffelbrei.“

Aromatischer Osterbraten
Bei der Zubereitung setzt Cornelia Bischler auf wenige Gewürze: „Ich verwende nur etwas Rosmarin, Knoblauch, Pfeffer und Salz – so kommt der feine Eigengeschmack des Lammfleischs am besten zur Geltung.“
Während viele Menschen an Ostern entspannen können, geht die Arbeit bei Familie Bischler weiter. Die Schafe müssen natürlich auch an Feiertagen gefüttert werden. Je nach Wetterlage und wie früh Ostern fällt, sind sie dann meist noch im Stall. Seit 2003 setzen sich EDEKA Südwest und die Lammfleischerzeugergemeinschaft Baden-Württemberg, zu der auch Familie Bischler gehört, gemeinsam für den Erhalt der traditionellen Schafhaltung in der Region ein. Aus dieser Kooperation ist das Markenfleischprogramm Württemberger Lamm entstanden.
Eier, Lamm, Möhren – Rezeptideen für Ostern
Wenn Sie noch Inspiration für Ihr Ostermenü suchen, dann haben wir hier drei Ideen, was Sie mit Zutaten von unseren regionalen Erzeugerinnen und Erzeugern zaubern können.



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